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Erfolgreiche Digitalisierung mit Win-Win-Strategien

Mit der Digitalisierung wird in einem Unternehmen zwangsläufig "Neuland" betreten. Es müssen Massnahmen durchgeführt werden, die das Unternehmen bisher noch nie durchgeführt hat. In der Regel ist die Digitalisierung nicht das Kerngeschäft eines Unternehmens, sondern ein Hilfsmittel, um insbesondere die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sicher oder zu verbessern. Deshalb ist in der Regel auch nur wenig Know How für die erfolgreiche Umsetzung dieser Massnahmen zur Digitalisierung im Unternehmen vorhanden.

Mit diesem Beitrag sollen potentielle Entscheidungsträger an die pragmatische Umsetzung von Massnahmen zur Digitalisierung herangeführt werden. Der Fokus liegt dabei auf dem Nutzen aller beteiligten Partner als erfolgskritische Kernkomponente.


Meine Erfahrungen zur Digitalisierung

Während meiner Tätigkeit in der Industrie hatte ich mehr und mehr festgestellt, dass mit der rasanten Entwicklung moderner Informationstechnologien und der damit einhergehenden Informationsflut die gegenseitigen Erwartungen der Entwickler, Lieferanten und Benutzer der Informationstechnologien immer weiter auseinander driften. Oft kommunizieren die Partner dabei unter einander mit Begriffen und Sachverhalten, von denen jeder annimmt, dass der andere unter den Begriffen und Sachverhalten das selbe versteht. Das ist jedoch oft ein fataler Irrtum, denn die Bedeutung der verwendeten Begriffe und Sachverhalte kann in unterschiedlichen Fachkreisen eine unterschiedliche Wandlung vollzogen haben. So kommt es, dass Entwickler, Lieferanten und Benutzer der Informationstechnologien teilweise unbewusst an einander vorbei reden. Mein Ziel war und ist es, diesen fatalen Irrtum auszuräumen und die jeweils beteiligten Interessengruppen einander näher zu bringen, so dass sich der Nutzen einer Digitalisierung für alle Beteiligten unkompliziert realisieren und umsetzen lässt.


Nutzen einer Digitalisierung abschätzen

Bei der digitalen Transformation eines Unternehmens werden mit Hilfe einer Digitalisierung Informationen, die bisher auf konventionellen Wegen von und für das Unternehmen oder zwischen Menschen übermittelt wurden, neu über digitale Medien ausgetauscht. Dazu gibt es eine Vielzahl von technologischen Lösungen. Viele davon sind nützlich, aber es gibt auch einige, die hauptsächlich Aufwand und kaum Nutzen produzieren.

Deshalb ist es hilfreich, ein einfaches Werkzeug zur pragmatischen Abschätzung des Nutzens einer Digitalisierung parat zu haben. Im Folgenden wird ein solches einfaches Werkzeug vorgestellt.


Durchgängige Anforderungen

Nachdem der Nutzen für eine geplante Digitalisierung z.B. gemäss dem Beitrag Nutzen einer Digitalisierung abschätzen ermittelt oder festgestellt wurde, kann der Beschaffungsprozess für die betreffende Technologie eingeleitet und durchgeführt werden. Zur Reduzierung der Umsetzungsrisiken müssen der Beschaffungsprozess und die damit verbundenen Entscheidungen im Sinne der Verfolgung einer Win-Win-Strategie für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar sein.

Beschaffung

Dazu hat sich in der Praxis der Prozess bewährt, den wir "Durchgängige Anforderungen" nennen. Mit diesem pragmatischen Prozess können Aufwand und Risiko für die Umsetzung einer neuen Digitalisierung minimiert werden. Insbesondere wird der Aufwand für Formalismen auf das nötigste reduziert und es wird eine Arbeitsgrundlage geschaffen, die über den gesamten Realisierungsprozess hinweg verwendet werden kann. Die nebenstehende Grafik soll diesen Prozess verdeutlichen, der im Folgenden beschreiben wird:


ICT- / IT-Architekt zur Digitalisierung einsetzen

Die Einführung einer Digitalisierung in einem Unternehmen ist in der Analogie vergleichbar mit dem Neubau oder mit dem Umbau eines Geschäftsgebäudes. Sowohl für die Herstellung eines Geschäftsgebäudes als auch für die Herstellung einer Digitalisierung hält das betreffende Unternehmens meist nicht die dafür notwendigen Ressourcen vor. Vielmehr setzt das betreffende Unternehmen für solche Vorhaben Lieferanten und Dienstleister ein, die die notwendigen Ressourcen temporär zur Verfügung stellen.

Zu den notwendigen Ressourcen gehören für diese Vorhaben jeweils insbesondere fachspezifische Architekten-Leistungen. Ohne die jeweiligen fachspezifischen Architekten-Leistungen sind diese Vorhaben grundsätzlich nicht umsetzbar. So ist für die erfolgreiche Umsetzung einer Digitalisierung stets ein ICT-Architekt oder ein IT-Architekt erforderlich. Analog zum Baugewerbe können auch mehrere ICT-Architekten / IT-Architekten mit sich ergänzenden Vertiefungsrichtungen und an verschiedenen Positionen im Herstellungsprozess zum Einsatz kommen.

Als wesentliche Voraussetzung für den Erfolg einer Digitalisierung hat sich in der Praxis ein ICT-Architekt / IT-Architekt auf der Seite des Unternehmens bewährt, das eine Digitalisierung einführen will. Der eigene ICT-Architekt / IT-Architekt kann entweder ein festangestellter Mitarbeiter, ein temporärer freier Mitarbeiter oder ein beauftragtes Ingenieurbüro sein, das auf ICT- / IT-Ingenieurleistungen im Sinne eines Architekten spezialisiert ist. Im Folgenden wird behandelt, welche Leistungen ein eigener ICT-Architekt / IT-Architekt für ein Unternehmen erbringen kann, und welche Risiken damit für das Unternehmen minimiert werden können.